Glas - Wall

Durchwurfhemmende Verglasungen

Gruppe A

Die in der DIN EN 356 definierte PA-Klassen für durchwurfhemmende Verglasungen gliedert sich in fünf Gruppen mit steigender Schutzwirkung. Das Prüfverfahren geht von schweren Wurfgeschossen aus, die mit einer 4110 g schweren Metallkugel mit einem Durchmesser von 10 cm im freien Fall simuliert wird. Die Kugel wird auf jede Probe (110 cm x 90 cm) dreimal aus gleicher Höhe fallengelassen. 

Je nach Belastungsart gibt es vier Fallhöhen, die die Widerstandsklasse definieren. In der Gruppe P1A muss die Glaseinheit dreimalig einem Kugelfall aus 1,5 m Höhe standhalten, in der Gruppe P2A beträgt die Fallhöhe 3,0 m, in der Gruppe P3A ist sie 6,0 m und in der Gruppe P4A 9,0 m. In der Gruppe P5A muss die Glaseinheit neunmalig einem Kugelfall aus 9,0 m Höhe standhalten.

Dieser Selbstversuch einer unserer Kunden zeigt, dass bei einer Verglasung der Klasse A,es fast unmöglich ist, diese zu durchbrechen.

Durchbruchhemmende Verglasung

Gruppe B

Verglasungen werden nach der DIN EN 356 in drei Widerstandsklassen gegen Durchbruch eingeteilt: P6B bis P8B mit steigendem Sicherheitsgrad. Die Eignungsprüfung erfolgt mit einer maschinell geführten 2 kg schweren Axt. Dabei wird die Anzahl der Schläge ermittelt, die benötigt wird, um eine 400 mm x 400 mm große Durchbruchöffnung in den Prüfling (110 cm x 90 cm) zu schlagen.

Die DIN EN 356 fordert für Verglasungen der Gruppe P6B ein Minimum von 30 bis 50 Schlägen vor Erreichung dieser Durchbruchöffnung, für die Gruppe P7B gelten 51 bis 70 Schläge und für die Gruppe P8B über 70 Schläge.